NonstopNews - Der Nachrichtendienst fürs Fernsehen

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13.1.26 12:29
Zahllose Muscheln und Seesterne werden nach dem Wintersturm an den Strand von Norderney gespült und fallen der Kälte zum Opfer

Natürliches Phänomen - "Tiere, die auf dem Meeresgrund leben, werden wie im Schleudergang einer Waschmaschine durchgeschüttelt und an den Strand getragen" - "Nach einem solchen Ereignis fällt es uns erst auf, wie viele Tiere im Wattenmeer leben" - "Große Gewinner sind die Seevögel"

13.01.26, 12:29 Uhr

Datum: Dienstag, 13. Januar 2026

Ort: Norderney, Niedersachsen

 

(ah) So etwas sieht man auf Norderney nicht alle Tage; Zahllose Muscheln und Seesterne wurden nach dem Wintersturm "Elli" an den Strand gespült und sind dort verendet, wodurch sich den Seevögeln ein wahres Festmahl bietet.

Laut Dr. Valeria Behrs, der Leiterin des Besucherzentrums Wattwelten auf der Insel, handelt es sich um ein in den Wintermonaten immer wieder auftretendes Phänomen. Tiere, die auf dem Meeresgrund leben, befinden sich in einer Art Winterruhe und werden bei starken Stürmen werden wie im Schleudergang einer Waschmaschine durchgeschüttelt und an den Strand gespült. Nun kommen sie aufgrund ihres heruntergefahrenen Stoffwechsels nicht mehr rechtzeitig ins Wasser zurück und erleiden den Kältetod. 

Was möglicherweise für den Betrachter verstörend wirken mag, ist aber völlig normal und natürlich. Vor allem hat der Mensch so die Möglichkeit, die Artenvielfalt im Wattenmeer einmal mit eigenen Augen zu sehen, da die meisten wirbellosen Meeresgrundbewohner meist im Meer versteckt bleiben.