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4.1.26 23:47
Familien seit Tagen ohne Strom – Krisen-Alltag bei Kerzenschein und Kälte – Mutter und Kinder zeigen, wie sie sich während des Blackouts beschäftigen (im O-Ton) – Internet und Homeoffice komplett lahmgelegt – Schulen geschlossen – Angst vor Frost in dunklen Wohnungen – Anwohner der aus dem Spanien-Urlaub kommt, wird mit kalter Wohnung konfrontiert (im O-Ton)
Reportagenartiger Dreh über das Leben im Blackout - Kinder sitzen bei Kerzenschein mit Gesichtsmasken auf der Couch - Menschen können nicht arbeiten - Schulen bleiben dicht
04.01.26, 23:47 Uhr
Datum: Sonntag, 04. Januar 2026, 22:00 Uhr
Ort: Wannsee, Berlin
(jb) In Berlin-Wannsee sind zahlreiche Haushalte ohne Strom. Betroffen sind auch Familien, die versuchen, den Alltag ohne elektrische Versorgung zu organisieren. Eine davon ist die Familie Mathlouthi, die seit mehreren Tagen ohne Strom in ihrer Wohnung lebt. Anwohner Michael Henke berichtete, dass er erst kurz vor seiner Rückkehr aus Spanien von dem Stromausfall erfahren habe. Er sei aus Bilbao über Brüssel nach Berlin geflogen und habe vorab eine Nachricht über einen mutmaßlichen Anschlag erhalten. Henke erklärte, ohne Strom seien viele Menschen hilflos. Homeoffice sei nicht möglich, Internet falle vollständig aus. Er gehe davon aus, dass Bargeld in einer solchen Situation wichtig sei. Die angekündigte Wiederherstellung der Stromversorgung für Donnerstag sei für ihn entscheidend, da er arbeite und auf Strom angewiesen sei. Auch Mutter Semia Mathlouth, wohnhaft in Berlin-Wannsee, schilderte die Situation. Die vergangenen Tage seien organisatorisch machbar gewesen, da sich die Familie überwiegend draußen aufgehalten habe. Beschäftigungsmöglichkeiten in der Wohnung seien begrenzt, insbesondere durch fehlenden Strom für mobile Geräte. Nach ihren Angaben sind Grundschulen vorerst geschlossen, es gebe lediglich eingeschränkte Notbetreuung an anderen Standorten. Die Familie habe Kerzen genutzt und profitiere von einem gut gedämmten Haus, sodass die Temperaturen bislang erträglich seien. Für die kommenden frostigen Tage schließt Mathlouthi jedoch nicht aus, zeitweise bei Verwandten unterzukommen. Ihre beiden Töchter berichteten, dass sie viel Zeit draußen verbringen, der fehlende Strom aber den Alltag einschränke.