NonstopNews - Der Nachrichtendienst fürs Fernsehen

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18.7.24 02:20
Brutale Messerattacke nach Verfolgungsjagd auf A3 – Mann (51) schwebt in Lebensgefahr – Täter rast auf Rastplatz in Heck von Wohnmobil um Fluchtweg abzuschneiden (live on tape) – drei Täter treten und stechen auf Paar ein und flüchten – Lkw-Fahrer rennt zu bewusstlosem Opfer und leistet erste Hilfe (im O-Ton) – Mordkommission hat dank Dashcam eine Täterbeschreibung (Täter on tape)

A3 musste wegen Hubschrauber-Landung voll gesperrt werden – beschädigtes Täter-Fahrzeug auf Rastplatz zurückgelassen – Flucht mit französischen Kennzeichen - Lkw-Fahrer im O-Ton unter Schock:„Der Mann hatte viel Blut verloren, ich habe seinen Arm abgebunden...“

18.07.24, 02:20 Uhr

Datum: Mittwoch, 17. Juli 2024, 20:00 Uhr

Ort: A3 bei Bad Honnef, Rastplatz Logebachtal, Nordrhein-Westfalen

 

(jb) Es sind Szenen wie aus einem Actionthriller: Nach einem Auffahrunfall zückt ein Mann ein Messer. Das Opfer kämpft ums Überleben. Die Polizei überwacht das Krankenhaus.

Als der Notruf  um kurz nach 20 Uhr bei der Polizei eingeht, ist die Lage noch unklar. Mehrere Lkw-Fahrer berichten später, ein VW Phaeton habe sie in der Zufahrt zu einem Rastplatz geschnitten, ist auf ein Wohnmobil zugerast das auf dem Rastplatz steht. Zuvor soll es bei voller Fahrt zu einer Verfolgung zwischen drei noch unbekannten Tätern und einem Ehepaar gekommen sein. Der 51-Jährige Mann – das spätere Opfer der blutigen Attacke – war mit einem Wohnmobil auf der A3 unterwegs. Seine 50 Jahre alte  Frau in einem dunklen 3er BMW unmittelbar dahinter. Weshalb das Ehepaar trotz der drohenden Gefahr den Rastplatz ansteuerte ist noch nicht klar. Die Dashcam eines Lkw-Fahrers zeigt die Momente des Zusammenstoßes. Der VW eines Täters kracht in das Heck des Wohnmobil und will ihm damit womöglich den Fluchtweg abschneiden. Die beiden anderen unbekannten Täter fahren wenig später auch auf den Rastplatz Logebachtal und stürmen zusammen mit dem Unfallfahrer auf den Mann im Wohnmobil zu. Mit Tritten und Messerstichen verletzten sie den 51-Jährigen schwer. Auch seine 51-jährige Frau wird durch die Täter verletzt. Anschließend lassen sie ihre Opfer zurück. Alle drei Täter flüchten per Auto mit französischer Zulassung. Den verunfallten VW lassen sie am Tatort zurück. Lkw-Fahrer Holger Bathon musste alles mitansehen, merkt sich die Kennzeichen der Fluchtfahrzeuge und leistet mit zwei anderen Lkw-Fahrern sofort erste Hilfe. „Der Mann hatte viel Blut verloren, ich habe seinen Arm abgebunden aber er wurde bewusstlos“, so Bathon. Das schwerstverletzte Opfer wurde mit einem Heli in ein Krankenhaus geflogen. Die A3 musste kurzzeitig gesperrt werden. Lkw-Fahrer Bathon kann der Polizei durch seine Dashcam-Aufnahmen später das Aussehen der Täter beschreiben und den Ermittlern helfen, den Tatablauf zu rekonstruieren. Mittlerweile ermittelt die Kriminalpolizei. Eine umfangreiche Spurensicherung wurde am Abend auf dem Rastplatz durchgeführt. Die tiefen Stichwunden des 51-jährigen Messer-Opfers werden im Krankenhaus versorgt. Der Mann steht unter Personenschutz und wird überwacht. Auch seine Frau ist zur Behandlung ihrer leichteren Verletzungen in einer Klinik. Eine Großfahndung nach den Tätern am Abend und in der Nacht verlief bislang ergebnislos. Fragen zum Warum und Was auf der A3 bei Bad Honnef am Mittwochabend passiert ist, versucht jetzt die Mordkommission zu klären.